Aktuelles und Berichte

Tag der Vereine und des Ehrenamts an der Dientzenhofer-Schule in Brannenburg
Am 23.07.2026 hatte der Historische Verein Audorf e.V. die Gelegenheit, sich und seine Arbeit in der Dientzenhofer-Schule in Brannenburg in einem halbtägigen Workshop darzustellen.
In drei Blöcken berichtete der Vorstand den Schülern über die Aktivitäten des Vereins. Schwerpunkt waren die archäologischen Grabungen in der näheren Umgebung von Brannenburg. Anschließend durften sich die teilnehmenden Schüler, so wie professionelle Archäologen, mit dem Zeichnen von Keramik-Scherben üben.


Hierzu hatte Norbert Schön fünf original römische Keramik-Scherben mitgebracht, die bei Rosenheim gefunden worden waren. Außerdem zeigte er Fundstücke von archäologischen Grabungen in Oberaudorf, Bruchstücke eines Kachelofens von der zerstörten mittelalterlichen Auerburg und ein Schwert von der Keltensiedlung am Burgberg in Oberaudorf.


Exkursion zur Fraueninsel
Ergänzend zum Vortrag „Neues von der Klosterarchäologie im Chiemsee“ besuchten Mitglieder des Historischen Vereins Audorf und Gäste am 20. Mai die Fraueninsel. Nach individueller Anfahrt trafen wir uns bei noch regnerischem Wetter am Dampfersteg in Feldwies. Von hier ging es mit dem Chiemseeschiff „Maximilian“ vorbei an wunderschönen Haubentauchern hinüber zur Fraueninsel. Dort starteten wir mit einem Rundgang, bei dem der 1. Vorsitzende Norbert Schön einig Informationen zur Insel und deren Bewohnern gab. Unter Anderem ging er auf die bereits seit dem 17. Jh. hier wirkende Töpferfamilie Klampfleuthner ein.

Vor der Inseltöpferei Klampfleuthner


Auf dem Rundweg stieß der Archäologe Dr. Christian Later vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) dazu. Am Nordufer erzählte er uns, dass es zur Zeit des 30jährigen Krieges im 17. Jh. Bestrebungen gab, die Fraueninsel zu einer befestigten Anlage umzubauen. Von da stammen zugehauene Kalksteinquader, auf deren Suche er jetzt mit uns war. Man konnter sie als Stützmauer eines Privathauses kurz vor dem Inselfischer Lex entlang des Rundweges sehen. Beim Lex ließen sich dann die Meisten eine Semmel mit geräucherter Chiemseerenke bzw. Saibling gut schmecken. Vor einem mit starkem Wind auftretenden Regenschauer flüchteten wir zur nahe gelegenen Inselbrauerei, wo uns deren selbst Gebrautes hervorragend schmeckte.
Das erste wichtige Exkursions-Ziel war die direkt oberhalb der Brauerei am höchsten Punkt der Insel gelegene Stelle des neu entdeckten oktogonalen Kirchenbaus. Hier ging Christian Later ausführlich auf die Historie der Chiemsee-Klöster Herrenchiemsee und Frauenwörth ein.

Beim Oktogon vor den mehr als 500 Jahre alten Baumriesen „1000jährige“ Tassilolinde und Marienlinde


Auslöser für die Entdeckung des Oktogons war die Erforschung der nicht mehr vorhandenen Inselkirche St. Martin. Deren Existenz wurde erstmals in Zusammenhang mit einer Rauferei mit Todesfolge zu Kirchweih 1393 erwähnt. Auf alten Plänen war sie als einfache Saalkirche mit Seitenturm dargestellt. Im Zuge der Säkularistion wurde sie 1803 abgerissen.
Im Sommer 2023 wollte man seitens des BlfD mittels Bodenradarmessung die Kirche St. Martin exakt lokalisieren. In geringer Tiefe fand man die Reste der ehemaligen Saalkirche, die exakt zum Grundriss des Baubestandes von 1721 passten.
Tiefer gehende Untersuchungen brachten dann völlig überraschend ein weiteres Bauwerk zutage. Unterhalb der Reste der St. Martinskirche befand sich offensichtlich bereits ein früherer oktogonaler Zentralbau mit Umgang, kreuzförmigen Annexbauten und eventuell einer Apsisnische im Osten. Deren Umrisse konnten wir jetzt anhand der auf der Wiese angebrachten Markierungen nachvollziehen. Einen vergleichbaren Bau – vielleicht sogar als Vorbild – findet man in der Grabeskirche von Jerusalem. Auch die Pfalzkapelle zu Aachen folgt dieser Konstruktionsidee. Weitere vergleichbare Kirchenbauten aus der Zeit um das Jahr 1000 legen für das Oktogon eine Entstehung in der ersten Hälfte des 11. Jahrhundert nahe. Dies passt auch zu den Grabungsergebnissen am benachbarten Kloster Frauenwörth, die eine grundlegende Erneuerung des Klosters einschließlich Neubau von Kirche und Torhalle aus Tuffstein um 1000 ergeben haben.
Vom Oktogon ging es dann bei mittlerweile schönem Wetter direkt zur Klosterpforte, wo uns Sr. Magdalena in Empfang nahm. Die Klosterarchivarin sollte uns die maßgeblichen Bauwerke der Klosteranlage näher bringen. Wir erlebten nun eine trotz ihres hohen Alters ungemein lebendige und wissensreiche Klosterführerin, die uns sehr viel Freude machen sollte.

Vor der Torhalle in der Mitte Klosterarchivarin Sr. Magdalena, links dahinter Archäologe Dr. Christian Later


Mit sehr viel Einfühlungsvermögen erzählte sie zunächst das Zustandekommen der Klostergründung durch den letzten Agilolfinger Herzog Tassilo III. Seine Braut Liutberga (auch Liutpirc), Tochter des Langobardenkönigs Desiderius, lernte er in ihrem Heimatort Brescia am Gardasee kennen. Sie heirateten wohl aus politischen Gründen, um das bairisch-langobardische Bündnis zu festigen. Neben Ländereien im heutigen Südtirol brachte sie wichtige Reliquien in die Ehe ein. Die gläubige Liutberga war sehr kunstinteressiert und hat wohl ihren Gatten Tassilo dazu gebracht, ein Frauenkloster auf der Chiemseeinsel zu errichten. Die Einweihung fand 782 statt.
Nach der Absetzung Tassilos im Jahr 788 wurde Frauenchiemsee in ein karolingisches Reichskloster umgewandelt. König Ludwig der Deutsche setzte um 857 seine Tochter Irmingard als Äbtissin ein.
Bei ihren Ausführungen bezog sich Sr. Magdalena immer wieder auf die Forschungsergebnisse der beiden Archäologen Vladimir Milojčić von der Universität Heidelberg und Hermann Dannheimer von der Prähistorischen Staatssammlung München, die sich sich bereits in den 1960er bzw. 1980er Jahren um die Erforschung der mittelalterlichen Bauwerke auf der Fraueninsel verdient gemacht haben.
Im Museum in der Torhalle erklärte Sr. Magdalena die für die Datierung der karolingischen Torhalle wichtigen Engels-Fresken in der im Osten angeordneten St. Michael-Kapelle sowie einzelne besonders schöne Bauelemente des Klosters aus Laaser Marmor, der aus dem Vinschgau stammt. Im Museum konnte auch eine Replik des Tassilo-Liutpirc Kelches bestaunt werden, dessen Original wahrscheinlich von Tassilo und Liutberga gestiftet worden war und jetzt im Stift Kremsmünster aufbewahrt wird.

Sr. Magdalena vor der Vitrine mit der Replik des Tassilo-Liutpirc Kelches


Nach Verlassen der Torhalle führte der Weg über den Friedhof des Klosters, vorbei am isoliert vom Kloster stehenden Campanile zur Klosterkirche. Der mächtige achteckige Turm gehörte nicht zum Urbestand des Klosters. Er wurde wohl als Wehr und Fluchtturm zur Zeit der Ungarnstürme errichtet und erst später zum Glockenturm des Klosters umfunktioniert. Vor dem Kirchenportal wies Sr. Magdalena auf die ausgetretene Schwelle hin, die noch von der Vorgängerkirche stammt. Eindrücklich erklärte sie uns im Inneren der Klosterkirche das Gemälde im Hochalter.


Die zu Lebzeiten als Heilige verehrte erste Äbtissin Irmingard wurde im Fundament der Kirche bestattet. Der ursprüngliche Sarkophag aus weißem Marmor konnte anlässlich der Grabungen 1961 wieder gefunden werden. 1631 fand im Auftrag von Äbtissin Tuta und dem Kloster Seeoner Abt Gerhard die Öffnung des alten Sarkophages statt. Die Gebeine der seligen Irmingard bestattete man dann in einem kleinen Sarkophag aus rotem Marmor, der am Hochgrab in der Klosterkirche zu sehen ist.
In der Irmingard-Kapelle zeigte uns Sr. Magdalena den Schrein mit den später nochmals umgebetteten Gebeinen der seligen Irmingard.

Glasschrein der Seligen Irmingard (Foto: Internetauftritt des Klosters Frauenwörth)


Von der Klosterkirche ging es in den unmittelbar benachbarten Äbtissinnengang, der einen Flügel des klösterlichen Kreuzganges bildet. Hier sind, beginnend mit dem Bildnis der seligen Äbtissin Irmingard, sämtliche Äbtissinnen seit dem 17. Jh. bis zur heutigen Äbtissin dargestellt.
Das Kloster wurde im Zuge der Säkularisation in Bayern 1803 aufgelöst und 1836 durch König Ludwig I. von Bayern wieder mit der Auflage errichtet, dass die Benediktinerinnen Schulen eröffneten. Danach beherbergte das Kloster Mädchenschulen und ist heute ein wichtiges Bildungszentrum in der Region. Derzeit leben im Kloster noch 13 Schwestern.
Die rund zweistündige Führung wurde mit einem herzlichen Dankeschön aller Teilnehmer an Sr. Magdalena beendet. Das einhellige Urteil lautete, dass so, wie wir es mit Sr. Magdalena erleben durften, Geschichte immer vermittelt werden müsste.
Nachdem uns das letzte Schiff Maximilian zurück nach Feldwies gebracht hatte, ging es gemeinsam ins benachbarte Gasthaus „D`Feldwies“, wo wir die informative Exkursion ausklingen ließen.

Vortrag „Neues zur Klosterarchäologie im Chiemsee - Ein hochmittelalterlicher Zentralbau auf der Fraueninsel“

Als vor rund zwei Jahren die Meldung über einen neu entdeckten mittelalterlichen Bau auf der Fraueninsel in den Medien die Runde machte, waren viele Geschichtsinteressierte sehr beeindruckt. Der Archäologe Dr. Christian Later, Referatsleiter für Bodendenkmalpflege beim Bayersichen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD), war an den Forschungen zur Klosterarchäologie der Fraueninsel beteiligt. So war es erfreulich, dass der Historische Verein Audorf aufgrund seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Christian Later ihn als Referenten gewinnen konnte. Im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf berichtete er am 17. April aus erster Hand dem zahlreich erschienenen Publikum von früheren und neuesten Forschungsergebnissen.


Zunächst ging der Referent ausführlich auf die Historie der beiden Klöster im Chiemsee ein. Den am weitesten zurück reichenden Hinweis gibt der Historiker Johannes Aventinus 1522, der von der Gründung zweier Klöster im Chiemsee unter Tassilo II. um das Jahr 620 berichtete.
Es folgte ein Überblick über Geschichte und archäologische Untersuchungen auf der Herreninsel.
Historisch gesicherte Nachweise gehen auf das Jahr um 750 zurück. Das Kloster wurde 788 an den Bischof von Metz geschenkt, wohl noch als Mischkonvent. 891 ging das Salvatorkloster an den Erzbischof von Salzburg über. 1125/1129 wurde es als Augustiner – Chorherrenstift erneuert. 1217 wurde ein Bistum Chiemsee gegründet, die Stiftskirche wurde Kathetrale.
Archäologische Untersuchungen auf der Herreninsel reichen bis in das Jahr 1963 zurück. Damals führte der Archäologe Vladimir Milojčić von der Universität Heidelberg eine Testgrabung durch. Erste Grabungen am Inseldom führte das BlfD 1968 durch, 1979-1989 dann Hermann Dannheimer von der Prähistotrischen Staatssammlung München. Seit 2025 laufen die Ausgrabungen im Prälatenstock.
Im Jahr 782 wurde von der Gründung eines herzoglichen Klosters im Chienmsee berichtet, bei dem es sich um das Frauenkloster handeln musste. 788 schenkte Karl der Große das Kloster dem Erzbischof von Metz. 860 – 866 wurde Irmingard, Tochter König Ludwigs des Deutschen, Äbtissin des Frauenklosters.
Die Äbtissin Tuta öffnete zusammen mit Abt Gerhard von Seeon 1004/1020 das Grab Irmingards und sie entnahmen Reliquien. 1062 ging das Kloster per Schenkung von König Heinrich IV. an den Erzbischof Gebhard von Salzburg, 1077 wurde es als Reichsabtei wiederhergestellt und 1201 durch König Philipp von Schwaben erneut an den Salzburger Erzbischof Eberhard II. geschenkt. Damit endete die Zeit von Frauenchiemsee als direktes Königskloster.
Erste Grabungen auf der Fraueninsel führte ebenfalls Vladimir Milojčić 1961 – 1964 durch. 1984 folgten weitere Ausgrabungen durch Hermann Dannheimer von der Prähistorischen Staatssammlung München. 2009 führte Friedrich Oswald eine kritische Revision des archäologisch-kunsthistorischen Forschungsstandes durch.


Das Bild zeigt Teile der Ausstattung der Klosterkirche: Flechtwerkskulptur, Balken und Kapitell um 782, eine Platte aus dem 2.-3. Viertel des 9. Jh..
Im nächsten Schritt ging Christian Later auf die Erforschung der nicht mehr vorhandenen Inselkirche St. Martin ein. Deren Existenz wurde erstmals in Zusammenhang mit einer Rauferei mit Todesfolge zu Kirchweih 1393 erwähnt. Auf alten Plänen war sie als einfache Saalkirche mit Seitenturm dargestellt. Im Zuge der Säkularistion wurde sie 1803 abgerissen, da man der Meinung war, eine Kirche, nämlich die Klosterkirche, sollte wohl für die Insel genügen.

Die Ansicht von Westen her im Kupferstich von Michael Wening aus 1721 zeigt hinten markiert St. Michael.


Im Sommer 2023 wollte man seitens des BlfD mittels Bodenradarmessung die Kirche St. Martin exakt lokalisieren. Im Süden der Wiese am höchsten Punkt der Insel wurde eine Fläche von 70 x 48 m untersucht. Dabei sollte auch ein Grabungsschnitt von Milojčić nachvollzogen werden. In geringer Tiefe fand man die Reste der ehemaligen Saalkirche, die exakt zum Grundriss des Baubestandes von 1721 passten.
Tiefer gehende Untersuchungen brachten dann völlig überraschend ein weiteres Bauwerk zutage.Unterhalb der Reste der St. Martinskirche befand sich offensichtlich bereits ein früherer oktogonaler Zentralbau mit Umgang, kreuzförmigen Annexbauten und eventuell einer Apsisnische im Osten.


Wie interpretierten nun die Experten des BlfD diesen Befund? Im Norden des kreuzförmigen Zentralbaus schließen Profanbauten an. Später hat man auf den Fundamenten des Vorgängerbaues unter Beibehaltung von dessen Ostpartie eine Saalkirche errichtet. Bei den Grabungen in den 1960er Jahren unter Milojčić hat man die damaligen Funde falsch interpretiert und deren Ergebnisse nicht publiziert. Bei den aktuellen Auswertungen der Bodenradarmessungen konnte der alte Grabungsschnitt von Milojčić nachvollzogen werden. So ließ sich neuerdings auch erklären, warum die seinerzeitige Grabung keine Interpretation des Oktogons und der Saalkirche St. Michael zuließ.
Die Auswertungen der Grabungsbefunde des BlfD ergaben, dass es sich beim Oktogon um eine Mischung zweier Typen früh- und hochmittelalterlicher Zentralbauten handelt. In ein gleicharmiges Kreuz war ein Oktogon mit zweigeschossigem Umgang eingeschlossen. Diese Rekonstruktionsidee des BlfD zeigt die folgende Abbildung.


Einen vergleichbaren Bau – vielleicht sogar als Vorbild – findet man in der Grabeskirche von Jerusalem, 325/335 von Kaiser Konstantin errichtet. Auch die Pfalzkapelle zu Aachen folgt dieser Konstruktionsidee. Weitere vergleichbare Kirchenbauten aus der Zeit um das Jahr 1000 legen für das Oktogon eine Entstehung frühestens in der zweiten Hälfte des 10. Jhs., wohl eher in der ersten Hälfte des 11. Jhs. nahe. Dies passt auch zu den Grabungsergebnissen am benachbarten Kloster Frauenwörth, die eine grundlegende Erneuerung des Klosters einschließlich Neubau von Kirche und Torhalle aus Tuffstein um 1000 ergeben haben. Zu dieser Zeit fand auch die Öffnung des Grabes der seligen Irmingard durch Äbtissin Tuta und Abt Gerhard von Seeon statt. Dabei hat Abt Gerhard die Schädelreliquie für Kloster Seeon beansprucht.
Bei der Abteikirche Mariae Opferung handelt es sich um eine Pfeilerbasilika des 11. Jhs. mit halbrunden Wandvorlagen, quadratischem Chor und Chorumgang sowie offenem Atrium im Westen. Der frei stehende Glockenturm ist etwas jünger als das Kloster und wohl erst nach dessen Fertigstellung errichtet worden. In der zweigeschossigen Torhalle wurden 1961 – 1964 im Chor Fresken freigelegt, worauf sie im mittelalterlichen Zustand rekonstruiert wurde. Moderne Auswertungen verwendeter Baumaterialien und Malereien führten zu der Datierung der Torhalle in die erste Hälfte des 11. Jhs..
Somit konnte Christian Later alle bisherigen archäologischen Befunde zusammenfassen und an der folgenden Aufnahme verdeutlichen:


Nach 1000 fand ein grundlegender Neubau des Klosters nach einem architektonisch innovativen und anspruchsvollen Gesamtkonzept statt. Dabei wurde eine qualitativ hochwertige Ausstattung verbaut. Die Kreuzkirche von der Größe und Höhenentwicklung vergleichbar mit der Torhalle, wurde auf dem höchsten Punkt der Insel errichtet, qualitativ der restlichen Architektur ebenbürtig. Unter Umständen war deren achteckiges turmartiges Erscheinungsbild als Gegenstück zum damals noch niedrigeren Campanile gedacht.
Als Geldgeber kommen Kaiser Heinrich II. und dessen Frau Kunigunde von Luxemburg infrage, da es sich bei Frauenwörth um ein Reichskloster gehandelt hat. Die Vorgängerin von Äbtissin Tuta wahr wohl Gerberga von Gandersheim, eine Tante von Heinrich II. Abt Gerhard von Seeon war ein hochgebildeter enger Vertrauter des Kaisers, der ein besonderes Interesse an der Verehrung der seligen Irmingard hatte. Er versuchte, deren Kult auch in Seeon zu etablieren,um durch deren Erhebung Pilger und Schenkungen anzuziehen und damit Geld in die Klosterkasse zu bringen.
Als Motive für den markanten Kirchenbau des Oktogons kommen entweder die Unterbringung und Präsentation der Reliquien der seligen Irmingard als attraktive Pilgerstätte, eine Grabstätte für Abt Gerhard von Seeon oder die Symbolarchitektur zur Hl. Kreuzverehrung infrage.
Mit Übergang des Klosters an Salzburg 1062 war keine Motivation für einen Kirchenneubau mehr gegeben, da der Erzbischof eher an den Ländereien als an der klösterlichen Gemeinschaft Interesse hatte.
Der Zeitpunkt des Abbruchs der Kreuzkirche und die anschließende Errichtung von St. Martin sind weiterhin ungeklärt.
Kürzlich fanden seitens des BlfD geoarchäologische Bohrungen im Bereich des Oktogons statt, die der genauen Feststellung von Befundtiefen und der Gewinnung von Probenmaterial dienten. Auf deren Ergebnisse darf man gespannt sein.
Nach seinem spannenden Vortrag bedankte sich der Referent Dr. Christian Later bei den Zuhörern und stand noch für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Der 1. Vorstand des Historischen Vereins Audorf, Norbert Schön, sprach Christian Later seinen Dank aus und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.


Jahreshauptversammlung
Anlässlich der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins Audorf verlieh der 1. Bürgermeister Dr. Matthias Bernhard die Bürgermedaille der Gemeinde Oberaudorf an Michael Steigenberger. Als früherer Bauamtsleiter und langjähriges Mitglied im Verein, die meiste Zeit auch in dessen Vorstand, hat er sich in besonderer Weise um die Erforschung der Geschichte von Oberaudorf verdient gemacht, so Dr. Matthias Bernhard in seiner Laudatio. Ihm sind maßgeblich die archäologischen Grabungen an der Ruine Auerburg auf dem Schlossberg, der Keltensiedlung auf dem Burgberg und an der Höhlenburg Luegstein im Grafenloch zu verdanken. Auch bei der Gestaltung und Bestückung des Museums im Burgtor hat er einen großen Anteil gehabt. Dies alles hat den Gemeinderat dazu veranlasst, ihm die Bürgermedaille zu verleihen.
Das Foto zeigt Dr. Matthias Bernhard bei der Übergabe von Urkunde und Medaille an Michael Steigenberger.

Von links: Michael Steigenberger, Dr. Matthias Bernhard, 1. Bürgermeister, Norbert Schön, 1. Vorsitzender

Zu Beginn der Versammlung begrüßte der 1. Vorsitzende die Teilnehmer, besonders freute er sich über das Kommen von Dr. Matthias Bernhard, 1. Bürgemeister der Gemeinde Oberaudorf. Nach dem Totengedenken und einer Übersicht über den Mitgliederstand berichtete Norbert Schön über den Fortgang der wissenschaftlichen Bearbeitung eines archäologischen Projektes zu Keramik aus dem Mittelalter, die an Burgen-Standorten in Oberaudorf, Flintsbach und Tirol bei Grabungen gefunden worden waren.
Zu den Aktivitäten des Vereins im Berichtsjahr blickte er auf Exkursionen zum Barockkloster in Raitenhaslach an der Salzach, der Stiftskirche des Klosters Baumburg und zur Höhlenburg in Stein an Traun zurück. Zudem wurden das neugestaltete Museum im Blaahaus im benachbarten Kiefersfelden und die aktuelle Gemäldeausstellung im Oberaudorfer Barock-Museum besucht. Vorträge von Dr. Bernd Steidl, Abteilungsleiter bei der Archäologischen Staatssammlung München, über die Römer am Inn und von der Historikerin Noomi Andrich zum Bau der Wendelsteinbahn rundeten die Vereinsaktivitäten ab.
In Zusammenarbeit mit der Tourist – Info der Gemeinde Oberaudorf hat der Verein einen „Audorfer Geschichtsweg“ ausgearbeitet. Am 18. Mai wurde dieser im Beisein des 1. Bürgermeisters Dr. Matthias Bernhard eröffnet. Ein umfassender Flyer sowie informative Tafeln an geschichtsträchtigen Orten geben Einblick in die Oberaudorfer Ortsgeschichte.
Norbert Schön schloss seinen Bericht mit einem Ausblick über geplante Aktivitäten für Vereinsmitglieder und Gäste ab.
Die Berichte der Schriftführerin Sigrid Schön und der Schatzmeisterin Ruth Goinger folgten. Als Vertreter der Kassenprüfer bescheinigte Paul Funk der Schatzmeisterin eine ordentliche Buchführung und bat die Versammlung um Entlastung von Schatzmeisterin und Vorstand, diese gab es dann ohne Beanstandungen..
Unter der Leitung von Dr. Wolfgang Graf von Keyserlingk schlossen sich die Wahlen des Vereinsvorstandes an. Für den ausscheidenden bisherigen 2. Vorsitzenden Michael Steigenberger wurde Rudolf Erhard neu gewählt. 1. Vorsitzender, Schriftführerin und Schatzmeisterin wurden in ihren Ämtern bestätigt.
































Von links: Rudolf Erhard, 2. Vorsitzender, Sigrid Schön, Schriftführerin, Ruth Goinger, Schatzmeisterin, Norbert Schön, 1. Vorsitzender

Dann hatte der 1. Vorsitzende die große Freude, Michael Steigenberger gemäß Vorstandsbeschluss die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Michael Steigenberger ist seit der Gründung 1989 im Verein. Im Vorstand war er 14 Jahre als Schatzmeister und 8 Jahre als 2. Vorsitzender tätig. Vor allem aber hat er sich wie kein Zweiter um die Erforschung der Geschichte von Oberaudorf verdient gemacht. Sämtliche archäologischen Grabungen hat er persönlich begleitet, und sogar aktiv mit gegraben. Über viele Jahre profitierte der Verein von den guten Beziehungen, die er zu Wissenschaftlern und Institutionen aufgebaut hat.
Unter dem Beifall der versammelten Mitglieder überreichte Norbert Schön Urkunde und Geschenkkorb.

Links: Norbert Schön, 1. Vorsitzender,
Rechts: Michael Steigenberger, Ehrenmitglied


Da es zum Abschluss keine Wünsche oder Anträge gab, beendete der Vorsitzende die Versammlung und wünschte allen einen guten Heimweg.


Vortrag „Geschichte der Wendelsteinbahn - Von den ersten Plänen über den Bau bis zur Eröffnung 1912“.

Am 23. Januar begrüßte der 1. Vorsitzende des Historischen Vereins Audorf e.V. im Kursaal zahlreiche Zuhörer aus vielen Orten des Inntales. Das große Interesse zeigte eindrucksvoll, welch zentrale Bedeutung die Wendelsteinbahn bis heute für die Region besitzt. Als Referentin konnte mit Noomi Andrich eine junge, aus Brannenburg stammende Historikerin gewonnen werden, die sich im Rahmen ihres Geschichtsstudiums intensiv mit der Wendelsteinbahn beschäftigt hat. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte sie neben der Planungs- und Baugeschichte der Bahn insbesondere auch die Reaktionen der Bevölkerung auf den Bahnbau.


Zu Beginn ihres Vortrags stellte sich Noomi Andrich kurz vor und schilderte ihre Begeisterung für Geschichte, die sie begleitend zum Studium als Stadt- und Schlossführerin weitergibt. Ihre enge Verbindung zum Wendelstein verdeutlichte sie anhand persönlicher Fotografien aus der Kindheit: Neben zahlreichen Bergwanderungen oder Skifahrten gehört auch der Dienst als Ministrantin in der Wendelsteinkirche zu ihren frühen Erinnerungen an den Berg.
Inhaltlich eröffnete die Referentin ihren Vortrag mit einem Rückblick auf die Erschließungsgeschichte des Wendelsteins. Neben der 1718 erbauten Wendelinkapelle am Gipfel thematisierte Noomi Andrich auch frühe Besteigungen des Wendelsteins sowie deren zeitgenössische Beschreibungen. Insbesondere Wissenschaftler der Aufklärung beschäftigten sich im 18. Jahrhundert mit dem Berg, doch auch zahlreiche Künstler schätzen die Region am Wendelstein und hielten seine majestätische Erscheinung in Gemälden fest. Dadurch wurde der Berg immer bekannter und die Zahl der Bergtouristen nahm kontinuierlich zu. Institutionen wie Fremdenverkehrsvereine oder auch der Deutsche und Österreichische Alpenverein förderten den Tourismus weiter und machten ihn wirtschaftlich nutzbar.
Und das lohnte sich: Denn Gipfelbücher dokumentieren, dass Mitte des 19. Jahrhunderts durchschnittlich rund 33 Personen pro Tag den Wendelsteingipfel erklommen. Das machte den Wendelstein nicht nur zu einem der meistbestiegenen Bergen Bayerns, sondern auch Maßnahmen zur Bewirtung und Unterbringung der vielen Besucher notwendig.
Auf Initiative engagierter Bergfreunde, zu deren treibenden Kräften der Münchner Kunstprofessor Max Kleiber zählte, konnte 1883 das ganzjährig bewirtschaftete Wendelsteinhaus als erstes Unterkunftshaus der bayerischen Alpen eröffnet werden, kurze Zeit später war 1890 mit der Wendelsteinkirche die (bis heute!) höchst gelegene Kirche Deutschlands fertiggestellt.
Einen Schwerpunkt widmete Noomi Andrich den ersten Projekten zur Erbauung einer Bergbahn, die ab 1891 im Stadtmagistrat Rosenheim diskutiert wurden. Um die Jahrhundertwende konkurrierten mehrere Projekte miteinander, doch erst mit dem badischen Unternehmer und Ingenieur Otto von Steinbeis nahm das Vorhaben ab 1909 konkrete Formen an. Sein Konzept einer Zahnradbahn vom Brannenburger Bahnhof auf den Wendelstein erwies sich als umsetzbar und wurde schließlich genehmigt.


Der Geheime Kommerzienrat Otto von Steinbeis
Fotografie um 1910 (Privates Hausarchiv der Familie Steinbeis, Brannenburg)


Eine Grundidee von Steinbeis bestand darin, den Talbahnhof unmittelbar an den bereits seit 1858 bestehenden Brannenburger Bahnhof anzubinden. Dadurch sollte insbesondere für Touristen aus dem Münchner Raum eine schnelle und komfortable Erreichbarkeit des Wendelsteins gewährleistet werden. 

Der ehemalige Talbahnhof der Wendelsteinbahn
Foto, um 1912 (Archiv der Wendelsteinbahn GmbH, Brannenburg)


Steinbeis verfügte durch seine umfangreiche Erfahrung über die technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen, ein solches Projekt umzusetzen. Vorausschauend hatte er bereits im Vorfeld Flächen rund um Brannenburg und am Wendelstein zur Holzgewinnung und für die Trassierung der Bahn erworben. Die Referentin ging auch auf die Motive von Otto von Steinbeis ein. Ihre Forschungen führten zu dem Ergebnis, dass es ihm weniger um persönlichen Reichtum ging, sondern vielmehr um den Wunsch, sein Können unter Beweis und Bergliebhabern eine moderne Bahn zur Verfügung zu stellen.

Die Trasse der Wendelsteinbahn entlang der steilen Felswände des Soin
Foto Noomi Andrich


Am 29. März 1910 begannen schließlich die Bauarbeiten an der Wendelsteinbahn. Rund 800 Arbeiter waren an diesem herausfordernden Projekt beteiligt, darunter viele bosnische, kroatische und italienische Gastarbeiter. Steinbeis galt in der Region als sozialer Arbeitgeber. Seine Firma stellte Werkswohnungen zur Verfügung, unterhielt eine betriebsinterne Krankenkasse sowie eine Krankenstation in Brannenburg. Für die Arbeiter entlang der Bahnstrecke ließ er einfache, beheizbare Hütten errichten, spendierte jeden Samstag ein Fass Bier und hielt den Sonntag arbeitsfrei. Doch der Bau war auch riskant. Insgesamt verunglückten sechs Arbeiter tödlich, deren Schicksale die Referentin einzeln schilderte. Durch ihre Recherchen gelang es erstmals, den Toten nicht nur eine valide Zahl, sondern auch einen Namen zu geben.

Arbeiter beim Bau der Wendelsteinbahn
Foto um 1911 (Archiv der Wendelsteinbahn GmbH, Brannenburg)


Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde die Wendelsteinbahn am 25. Mai 1912 feierlich eröffnet. Bereits im ersten Betriebsjahr nutzten 36.000 Personen die Bahn, die sich rasch großer Beliebtheit erfreute. Zeitgenössische Berichte hoben besonders den imposanten Ausblick während der 75-minütigen Fahrt, die günstigen Fahrpreise sowie die moderne Technik hervor. Die Bahn galt als technische Sensation: Sie besitzt eine Spurweite von 1.000 Millimetern, verwendet Zahnstangen des Systems Strub und wird mit 1.500 Volt Gleichstrom betrieben. Sechs Personenwagen lieferte die Firma MAN, drei Lokomotiven stammten von der Maschinenfabrik Esslingen. Der benötigte Strom wird bis heute vom eigenen Wasserkraftwerk erzeugt, zudem liefert der zu Tal fahrende Zug Energie für den gleichzeitig bergauf fahrenden.

Besonders viel Mühe hat die Referentin auf die Erforschung der Quellen zu den Reaktionen von Politik, Presse, Bevölkerung und Vereinen auf den Bau der Wendelsteinbahn verwandt. Die Wendelsteinbahn scheint überwiegend ein positives Echo gefunden zu haben. Sicher war dies auch dem von Otto von Steinbeis aufgeschlossenen Umgang mit Vertretern der Presse zuzuschreiben. Lediglich einzelne kritische Quellen waren zu finden. Es verwundert dann doch eher nicht, dass es dem Alpenverein zu „bunt“ wurde mit der Unmenge an Berg-Touristen, die ohne große Anstrengung auf den Wendelstein gelangten.
Bereits in den ersten Monaten des Betriebes gaben sich hochrangige Vertreter aus Politik und Fürstenhäusern die Ehre, die Wendelsteinbahn zu nutzen. So beehrte der bayerische Prinz Leopold, Sohn des Prinzregenten Luitpold, und seine Frau Gisela, Tochter der Kaiserin Elisabeth von Österreich, die Wendelsteinbahn mit ihrem Besuch. Auch Fürst Albert von Thurn und Taxis, Sohn der Herzogin Helene in Bayern fuhr mit der Bahn auf den Wendelstein.
Dann ging Noomi Andrich auf die wenigen Fälle von Streitigkeiten des Unternehmers Otto von Steinbeis mit Grundstückseigentümern entlang seiner geplanten Trasse ein. Gab es – was selten vorkam – keine Einigung, so setzte das Enteignungsgesetz an und der Kaufpreis wurde behördlich festgelegt. Generell hat sich der Unternehmer sehr fair beim Erwerb von benötigten Flächen gezeigt.

Bergbahnhof mit Berghotel
Postkarte, um 1912 (Archiv der Wendelsteinbahn GmbH, Brannenburg)


Abschließend ordnete Noomi Andrich das Projekt schließlich in den historischen Kontext der Alpenerschließung ein. Im internationalen Vergleich zeigte sich, dass das Deutsche Kaiserreich nicht nur mit Unterkunftshaus und Berghotels, sondern auch mit seiner ersten Hochgebirgsbahn relativ spät an der Reihe war, während Länder wie die Schweiz, Österreich und Frankreich bereits früher vergleichbare Projekte realisiert hatten. Entsprechend betonte auch der erste offizielle Reiseführer, dass Steinbeis durch den Bau der Wendelsteinbahn in Hinblick auf die technische Erschließung des gesamten Alpenraums ein „für Deutschland nicht gerade ehrenvolles Zurückstehen hinter den anderen Nationen“ beendet habe. 

Die historische Lok der Wendelsteinbahn von 1912 (links) neben der neuesten (2022) vor der Wagenhalle 

Foto Florian Vogt

Am Ende ihres Vortrages machte die Referentin kein Geheimnis daraus, dass sie selbst bei einer Tour auf den Wendelstein meist so früh losgeht, dass sie noch vor Ankunft der ersten Bahn auf dem Gipfel angekommen ist. Und wenn sich die Wendelsteinbahn kurz zeigt, sich mit ihrer charakteristischen gelben Farbe vom grauen Felsen abhebt und leise surrend vorbeifährt, entlockt sie den meisten Einheimischen ein Lächeln. Denn trotz manchem Grummeln über die Besuchermassen am Wendelstein gehört sie einfach fest dazu – zur Heimat und ihrer Geschichte.
Nach anhaltendem Beifall der vielen Zuhörer bedankte sich der 1. Vorsitzende bei Noomi Andrich, nicht ohne die Hoffnung auszusprechen, sie irgendwann mal wieder mit einem spannenden Thema zur Geschichte der Region begrüßen zu können.
Übrigens, wer mehr zum Thema wissen möchte, dem sei die Publikation „Andrich, Noomi: Die Wendelsteinbahn in Brannenburg. Reaktionen auf Planung und Bau im Kontext der Alpenerschließung bis 1912, in: Oberbayerisches Archiv (Bd. 149), München 2025, S. 132-169“ empfohlen.


Erfolgreiche Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf“

Sicherlich Höhepunkt des Vereinsjahres 2019, aber auch für das Kulturleben in Oberaudorf selbst, war die zweiwöchige Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf – Von den Kelten bis Heute“, die der Historische Verein Audorf im August im Zuge seines 30jährigen Bestehens präsentiert hat..  


Den reich bebilderten Ausstellungskatalog gibt es nach wie vor  in der Tourist-Info der Gemeinde Oberaudorf und beim Historischen Verein Audorf e.V. .


 

Titelseite des Ausstellungskatalogs